Jänner 2022: Buchankündigung „Inter*Pride“

Das Buch „Inter*Pride“ erscheint im Frühling beim
Verlag w_orten&meer! Mehrere Jahre hat das Herausgeber*innen-Kollektiv
Luan Pertl, Paul Haller und Tinou Ponzer am Sammelband „Inter*Pride – Perspektiven aus
einer weltweiten Menschenrechtsbewegung“ gearbeitet, welcher viele Interviews, Texte und
Erzählungen aus verschiedenen Ländern zum Thema Inter* und Aktivismus beinhaltet und dabei
den Bogen zu Bestärkung, Pride und Allianzen spannt.

Vorbestellungen sind schon jetzt auf der Verlagsseite möglich. Im Zuge der Veröffentlichung sind einige Veranstaltungen geplant. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

 Weitere Infos zum Buch und zur Vorbestellung: https://wortenundmeer.net/product/interpride

November 2021: VIMÖ @ Haus der Geschichte

Im Rahmen der Reihe #nachgefragt war am 18. November 2021 Leo Söldner von VIMÖ zu Gast im Haus der Geschichte Österreich.

Leo Söldner besprach dabei, was Intergeschlechtlichkeit bedeutet, wie gesellschaftliche Vorstellungen das Leben von intergeschlechtlichen Menschen prägen und warum Menschenrechte wichtig sind. Damit knüpfte Leo Söldner direkt an Themen an, die in der aktuellen Ausstellung „Heimat großer Töchter – Zeit für neue Denkmäler“ angesprochen werden.

Bei der Diskussion mit dem Publikum stand die Frage nach der Selbstbestimmung von intergeschlechtlichen Personen genauso im Mittelpunkt wie die Möglichkeiten für jede*n Einzelne*n, die Vielfalt von Geschlecht sichtbar zu machen.

Ein kurzes VIDEO dazu ist auf der Homepage zu sehen unter https://www.hdgoe.at/nachgefragt_soeldner

Foto: Lorenz Paulus, hdgö

November 2021: VIMÖ gewinnt Meritus Sonderpreis

VIMÖ hat den diesjährigen Meritus Sonderpreis von Pride Biz gewonnen!

Der Preis wurde für unser Projekt VARGES Beratungsstelle für Variationen der Geschlechtsmerkmale vergeben. Es fühlt sich sehr gut an, dass unsere Arbeit so wertgeschätzt und sogar ausgezeichnet wird.

Auch die Arbeit von Queer Base – Welcome and Support for LGBTIQ Refugees wird mit dem Sonderpreis ausgezeichnet – verdienterweise, wir gratulieren herzlich!
Leider konnte die Preisverleihung heute ja nicht live stattfinden, aber bald folgt ein Video dazu!
DANKESCHÖN, liebes Pride Biz Austria Team!!!

ab 22. Oktober 2021, Wien: Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich

Inter* im Museum – eine Premiere!
Am 22. Oktober 2021 wurde im Haus der Geschichte Österreich die Ausstellung „Heimat großer T*chter. Zeit für neue Denkmäler“ eröffnet. Geschlechterverhältnisse werden kritisch betrachtet und emanzipatorische Bewegungen und feministische Interventionen bis heute vorgestellt.
Darunter auch eine Inter*-Geschichte im Rahmen des #platzfürheldinnen und der erste Pass mit alternativem Geschlechtseintrag in der Geschichte Österreichs! Wir gratulieren Alex Jürgen* dazu und freuen uns über diese wichtige Vermittlung, Sichtbarkeit und Anerkennung.
Alle Infos zur Ausstellung sowie zu Führungen: https://www.hdgoe.at/grosser-toechter
… und auf der Homepage des Museums gibt es übrigens seit längerem schon auch „Platz für Held*innen“, wo neben vielen anderen Held*innen auch Tinou Ponzer von VIMÖ einen Beitrag gestaltet hat: https://www.hdgoe.at/mitschreiben/heldinnen/111

Oktober 2021: Österreich und 51 weitere Staaten fordern Schutz von intergeschlechtlichen Menschen in UN-Menschenrechtsrat

Nachdem im Jahr 2020 noch 37 Staaten die Initiative unterstützt haben, sind es im diesjährigen Menschenrechtsrat bereits 52 Staaten. Gefordert werden konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von schädlichen Praktiken, Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsmerkmalen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die österreichische UN-Botschafterin Elisabeth Tichy-Fisslberger hat die Botschaft am 4. Oktober im UN-Menschenrechtsrat verkündet.

Nach einem ersten öffentlichen Bekenntnis Österreichs zum gesetzlichen Schutz intergeschlechtlicher Kinder im Rahmen des UN-UPR im Jänner 2021 und dem Entschließungsantrag des österreichischen Parlaments zum Schutz intergeschlechtlicher Kinder vor nicht-konsensuellen und medizinisch nicht notwendigen Maßnahmen vom Juni 2021 ist dies ein weiteres positives Zeichen. VIMÖ und die Plattform Intersex Österreich hoffen nun, dass den Worten Taten folgen.

„Wichtig ist die baldige und klare Umsetzung eines Verbots nicht-konsensueller und medizinisch nicht notwendiger Behandlungen an Kindern und Jugendlichen sowie  begleitende psychosoziale Angebote und weitere Maßnahmen“, so Tobias Humer, Obmensch von VIMÖ.

„Es freut mich sehr, dass immer mehr Staaten die Forderungen von weltweiten Interessensvertretungen unterstützen und ich hoffe auf die zügige Umsetzung eines Gesetzes welche diese schädlichen Praktiken, die Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsmerkmalen verbieten“, so Luan Pertl von der Plattform Intersex Österreich

Rede der Vertretung Österreichs: https://www.bmeia.gv.at/oev-genf/speeches/alle/2021/10/united-nations-human-rights-council-48th-session-joint-statement-on-the-human-rights-of-intersex-persons/

Videobotschaft Botschafterin Elisabeth Tichy-Fisslberger: https://media.un.org/en/asset/k16/k16ltt1dku (Min. 21:30)

Presseaussendung OII Europe zum Thema: https://oiieurope.org/51-states-call-to-protect-the-human-rights-of-intersex-people-at-the-united-nations/

Positionspapier VIMÖ-PIÖ 2020: https://vimoe.at/wp-content/uploads/2020/05/2020_Positionspapier

Link zur Presseaussendung von VIMÖ: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20211014_OTS0032/oesterreich-und-51-weitere-staaten-fordern-schutz-von-intergeschlechtlichen-menschen-in-un-menschenrechtsrat

 

Oktober 2021: Inter* @Fundamental Rights Forum

Im Rahmen des diesjährigen Fundamental Rights Forum (11.-12.10.) der Europäischen Grundrechteagentur haben Aktivist*innen von VIMÖ und OII Europe gemeinsam mit Didier Houttequiet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu den Rechten von intergeschlechtlichen Menschen in Europa gegeben.

Zum Nachsehen hier: https://bit.ly/oiieuFRF21

Juni 2021: Parlament fordert Regierung auf, intergeschlechtliche Kinder zu schützen!

Im heutigen Gleichbehandlungsausschuss haben die Parlamentsparteien einstimmig einen Entschließungsantrag zum Schutz intergeschlechtlicher Kinder vor nicht-konsensuellen und medizinisch nicht notwendigen Behandlungen beschlossen.

Danke an Ewa Ernst-Dziedzic und Nico Marchetti und alle die mitgeholfen und unterstützt haben!!!

Wir freuen uns sehr über den einstimmigen Beschluss und hoffen auf eine möglichst rasche und gute Umsetzung durch Justizministerin Alma Zadić sowie durch Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein.

Presse-Text von VIMÖ (inkl. Link zum Antragstext) siehe unten bzw. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210609_OTS0155/parlament-fordert-regierung-auf-intergeschlechtliche-kinder-wirksam-vor-nicht-konsensuellen-eingriffen-zu-schuetzen


weitere Presseaussendungen:

HOSI Salzburg (Presseaussendung): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210609_OTS0130/hosi-salzburg-genitalverstuemmelung-an-intergeschlechtlichen-menschen-stoppen

Grüner Klub (Presseaussendung): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210609_OTS0048/ernst-dziedzic-genitalverstuemmelung-an-intergeschlechtlichen-kindern-soll-verboten-werden

SPÖ-Klub (Presseaussendung): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210609_OTS0170/lindnerholzleitner-spoe-druck-hat-gewirkt-entschliessung-zum-operationsverbot-an-intergeschlechtlichen-kindern-ist-erster-schritt

ÖVP-Klub (Presseaussendung): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210609_OTS0169/pfurtscheller-wir-nehmen-fuer-den-gewaltschutz-viel-geld-in-die-hand


Medien-Artikel:

DerStandard (Artikel von Beate Hausbichler): https://www.derstandard.at/story/2000127251636/intersexualitaet-entschliessungsantrag-fuer-verbot-vonintersex-genital-verstuemmelung

GGG.at (Artikel von Herwig Hakan Mader): https://www.ggg.at/2021/06/09/nationalrat-fordert-ende-medizinisch-unnoetiger-operationen-an-intergeschlechtlichen-kindern/

 


Linz/Wien (OTS) – Der Stopp nicht-konsensueller und medizinisch unnötiger Behandlungen ist unsere dringendste Forderung als Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ). Gemeinsam mit den Verbündeten von der Plattform Intersex Österreich und der HOSI Salzburg fordern wir dies seit 2013.

Nach einem ersten öffentlichen Bekenntnis Österreichs zum Schutz intergeschlechtlicher Kinder im Rahmen des UN-UPR im Jänner 2021 (s.u.) ist der aktuelle Entschließungsantrag ein bedeutender Schritt. Wir freuen uns sehr über den einstimmigen Beschluss und hoffen auf eine möglichst rasche und gute Umsetzung durch Justizministerin Alma Zadić sowie durch Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein.

„Wichtig ist eine klare rechtliche Umsetzung und begleitende Maßnahmen in Zusammenarbeit mit VIMÖ als menschenrechtsbasierter Selbstvertretung und Peer-Beratungsorganisation – um unglückliche Entwicklungen wie beispielsweise in Deutschland zu vermeiden. Dort wurde kürzlich ebenfalls ein Gesetz zum Verbot solcher Behandlungen beschlossen, dessen Wortlaut und Umsetzung aber leider zu wünschen übrig lassen“, so Tobias Humer, Obmensch von VIMÖ.

„Österreich wurde bereits mehrfach vom Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen und vom UN-Folterausschuss für die Versäumnisse beim Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen gerügt. Der heutige Entschließungsantrag ist ein wichtiger Schritt, ein entsprechendes Gesetz muss folgen“, so Luan Pertl von VIMÖ

„Um den Schutz der körperlichen Integrität und Selbstbestimmung von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen bestmöglich zu gewährleisten, braucht es klare gesetzliche Regelungen. Ich freue mich über das Bekenntnis der Regierungsparteien, rechtliche Schritte müssen folgen“, so Eva Matt, Obmensch der Plattform Intersex Österreich

Entschließungsantrag: parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_01594/imfname_971331.pdf

Mehr Infos zu UN-UPR 2021: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210128_OTS0017/

Positionspapier VIMÖ-PIÖ 2020: vimoe.proserver1.at/index.php/s/CErNT5w7kt7pAzC

 

Rückfragehinweis:

Tinou Ponzer (VIMÖ) +43 732 28700210, tinou.ponzer@vimoe.at

Juni 2021: Gleichbehandlungsanwaltschaft veröffentlicht Leitfaden geschlechtersensible Sprache

Der „Leitfaden: Geschlechtersensible Sprache – Dialog auf Augenhöhe“ der Gleichbehandlungsanwaltschaft wurde am 7.Juni 2021 veröffentlicht.

Wir freuen uns sehr, dass es nun diesen umfassenden Leitfaden zu geschlechtersensibler Sprache gibt, der auch einige Hintergrundinformationen zu Geschlechtervielfalt vermittelt!

Vielen Dank an Gleichbehandlungsanwältin Marija Petričević, die mit viel Engagement diese Sammlung von Expert*innenbeiträgen (u.a. mit Autor*innen von VIMÖ) zusammengestellt hat.

https://www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at/publikationen-und-links/informationsmaterial.html

Aus dem Vorwort:

In Zusammenarbeit mit Autor*innen aus unterschiedlichen Disziplinen möchte die Gleichbehandlungsanwaltschaft praktische Handlungsanleitungen für eine inklusive und respektvolle Kommunikation bereitstellen, unabhängig von Geschlechtsidentität, Geschlechtsmerkmalen und Geschlechtsausdruck. Dabei werden Möglichkeiten des geschlechtersensiblen Formulierens unter Berücksichtigung von Aspekten der Barrierefreiheit und der technologischen Infrastruktur aufgezeigt.

Dieser Leitfaden kann Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen dabei unterstützen, eine inklusive Sprachkultur zu entwickeln, in der geschlechtliche Vielfalt selbstverständlich Anerkennung findet. Für die Bereitstellung umfassender Fachexpertisen bei der Entwicklung dieses Leitfadens bedanken wir uns ausdrücklich bei den Autor*innen Boka En, Tobias Humer, Marija Petričević, Tinou Ponzer, Claudia Rauch und Katta Spiel.

Juni 2021: Inter*Pride im Pride Monat!

„Pride! Nicht mehr schweigen wollen, sich nicht mehr selbst verleugnen und ein selbstbestimmtes Leben führen!“

Zitat aus dem ersten Artikel von Victoria-Manaia Putick in der aktuellen Pride-Edition der Lambdanachrichten der HOSI Wien – ab Seite 28 (https://lambdanachrichten.at/l212.pdf#page=28)

Gratulation zur Premiere und die Bilder sind auch sehenswert 🙂 !

 

Und VIMÖ lädt anlässlich des Pride-Monats zu Veranstaltungen im Rahmen von Vienna Pride:

Mai 2021: OII Europe Intersex Good Practice Map

Die OII Europe Intersex Good Practice Map gibt jährlich einen Einblick in die Entwicklungen in europäischen Ländern – einerseits, was Menschenrechtsaspekte betrifft, aber auch inwiefern Strukturen unterstützt werden, die für die Selbstbestimmung von und Aufklärung über Menschen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale arbeiten.
Diese Vermittlung bedeutet nicht nur für die regionalen Strukturen von unterschiedlichen Erfahrungen und Strategien lernen zu können, sondern bietet gerade auch Entscheidungsträger*innen eine gute Orientierung, um wichtige Schritte und notwendige Maßnahmen setzen zu können.
… und in der aktuellen Ausgabe 2020 wird auch unsere Bildungs- und Beratungsplattform VARGES vorgestellt 🙂
Mehr Informationen und Download unter: https://oiieurope.org/good-practice-map-2020/